18. - 24. March 2027

© Equitana
Anja Beran erklärt, was traditionelle Reitkunst bedeutet.

Zeit und Geduld sind für Anja Beran die wichtigsten Ratgeber bei der Pferdeausbildung. Die renommierte Expertin für klassische Reitkunst blättert aber auch immer wieder in den Werken eines François Robichon de la Guérinière oder eines François Baucher. Warum die Lehren der längst verstorbenen Herren noch immer nicht aus der Mode gekommen sind, wie sie selbst den Weg von Parcours ins Viereck gefunden hat und wann sie auf dem Rosenhof die Sau rauslässt, verrät Anja Beran in unserem Interview. 

Was bedeutet für Sie klassische Reitkunst?

Anja Beran: In einem Wort – Nachhaltigkeit. Denn sie führt dazu, dass die Pferde sehr lange im Einsatz bleiben, dass sie lange gesund sind und motiviert mitarbeiten. Für uns Menschen heißt das, dass wir eine gute Haltung haben und eben keine Rückenprobleme bekommen. Die klassische Reitkunst ist also nachhaltig für das Pferd und den Reiter. 

Was ist das Geheimnis der alten Meister?

Beran: Es gibt nicht das Wissen der alten Meister, sie hatten alle verschiedene Wege. Doch das ist das Gute für uns: Wir können das alles lesen und versuchen, für uns das herauszusuchen, das wir gebrauchen können und das zu unserem Pferd passt. Es ist also eher ein riesengroßer Fundus, aus dem wir schöpfen können.

Was ist die Herausforderung bei der Umsetzung?

Beran: Das sind immer wir selbst. Das Problem sitzt obendrauf, ich bin selbst meine größte Herausforderung. Das Pferd ist, wie es ist – ich muss es besser machen.

Mehr dazu in unserer aktuellen Podcast-Folge. Einfach zuhören und fasziniert bleiben.

© Maresa Mader
Anja Beran möchte das Pferd besser machen.