29. Oktober 2021, von Dominique Schroller

Mit Popcorn in den wilden Westen

Im Sattel seines Mustangs begeisterte Jean-Claude Dysli nicht nur die Messebesucher, er machte eine ganz neue Reitweise in Deutschland populär. 

© Equitana

Jean-Claude Dysli machte das Westernreiten in Deutschland populär.

Zu den großen Pionieren der Equitana zählt Jean-Claude Dysli. Der gebürtige Schweizer hatte 1975 mit seinem Mustang Popcorn einen historischen Auftritt. Er stellte sein Pferd in der altkalifornischen Reitweise und mit klassischer gebissloser Zäumung (Bosal) vor. Das ungewöhnliche Bild faszinierte nicht nur die Messebesucher, es war der Anfang der Erfolgsgeschichte Westernreiten in Deutschland. Bis heute gilt Jean-Claude Dysli als Begründer der amerikanischen Arbeitsreitweise in Europa. 

Ein Bier mit Reiner Klimke

Damals saß er nach seinem Auftritt bei einem Bier mit Dressur-Ikone Reiner Klimke zusammen. Die beiden tauschten sich aus und stellten bald fest, dass beide ihre Pferde nach klassischen Grundsätzen ausbildeten, nur ihre Reitweisen eben andere waren. Wie kaum jemand anderes verkörpert diese Gemeinsamkeiten heute so perfekt wie Jean-Claude Dyslis Tochter Kenzie. Sie fühlt sich im Westernsattel genauso zu Hause wie in den schwierigen Lektionen der klassischen Dressur. Gleichzeitig schlägt ihr Herz für die Doma Vaquera, die aus dem Alltag der europäischen Rinderhirten entstanden ist. Auch sie gehört seit langem zur Equitana-Familie. 

Bis heute ist seine Tochter Kenzie Dysli der Equitana eng verbunden. Was sie von ihrem Vater gelernt hat, verrät sie in ihren Trainings-Tipps