• 9. - 15. März 2023
  • Messegelände Essen

28. Dezember 2022, von Dominique Schroller

Kaltblüter im Einsatz für den Klimaschutz

Die starken Partner von Julia Zenner lassen bei der Equitana die Muskeln spielen und zeigen eindrucksvoll, was sich mit einem PS so alles bewegen lässt. 

© Equitana
Als Rückepferde hinterlassen die Kaltblüter im Wald deutlich weniger Spuren als die schweren Maschinen.   

Die Equitana ist auch die Weltmesse für die Vielfalt der Rassen und Reitweisen. Neben Isländern, Quarter Horses, Andalusiern, Lusitanos, Friesen, Haflingern und zahlreichen Ponys aus allen Winkeln der Welt wirken sie allerdings wie kraftstrotzende Hünen: Die Kaltblüter von Julia Zenner. Sie demonstrieren in Essen eindrucksvoll, was sich mit einem PS so alles bewegen lässt. Denn die Schwergewichte sind echte Arbeitstiere. 

Einsatz für den Klimaschutz

Als Rückpferde sind sie auf unwegsamem Gelände im Einsatz und ziehen schwere Stämme bis zu breiteren Wegen vor, wo das Holz dann von schweren Maschinen aufgeladen und abtransportiert werden kann. Die Pferde schonen den empfindlichen Waldboden und leisten einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Mit ihren zwei PS machen sie die Waldwirtschaft ein wenig nachhaltiger, denn sie hinterlassen deutlich weniger Spuren. 

Solide Ausbildung

Für ihren Job in der Natur müssen die Pferde nicht nur kräftig, sondern auch nervenstark sein. Weder Maschinen noch der Lärm der Motorsägen oder das Brechen der Stämme darf sie aus der Ruhe bringen. Absoluter Gehorsam gehört ebenfalls zu den Grundregeln im Gelände. “Wenn ich sage ,steh!', dann müssen sie auch unbedingt stehen bleiben. Sonst kann es schnell gefährlich werden”, sagt Julia Zenner. Sie hat ihre Blauen Belgier selbst ausgebildet und kann sich bei der Arbeit auf ihre Kumpel verlassen. Die wenden, wenn es sein muss, auch auf engstem Raum und lassen sich mit Stimme und über minimale Signale dirigieren. Während der Equitana vermitteln sie einen Eindruck von ihrem Alltag im Wald.