Besucher, Aussteller und Akteure erzählen von ihrem EQUITANA – Erlebnis ...

Besucher, Aussteller und Akteure erzählen von ihrem Erlebnis auf der Pferde Messe EQUITANA
Besucher, Aussteller und Akteure erzählen von ihrem EQUITANA – Erlebnis ... 
Im Jahr 2007 hat die EQUITANA ihr 35jähriges Jubiläum gefeiert. Natürlich ranken sich um eine solche Zeitspanne unzählige amüsante und charmante Geschichten. Ganz persönliche und auch spannende Erlebnisse wurden bei uns eingereicht und prämiert. Für uns ein schönes Feedback und für die EQUITANA-Fans eine Möglichkeit in ihren Erinnerungen zu kramen. Lesen sie selbst, was Aussteller und Besucher auf der Weltmesse des Pferdesports erlebt haben.

Eine wahre Geschichte...

Im Jahr 1983 war ich mit meinem Vater zum ersten Mal auf der Equitana. Ich war 14 Jahre alt. Es war überwältigend. Als es dann noch eine Verlosung mit einem Pferd als Hauptgewinn gab, habe ich meinem Vater in den Ohren gelegen, er möchte doch Lose kaufen. In dem Glauben, wir gewinnen ja sowieso nicht und das Kind gibt dann Ruhe, kaufte er 10 Lose. Nun, das Kind gab auch Ruhe. Bis zur Verlosung. Als die Nummer dann genannt wurde, konnte ich es nicht fassen. Wir hatten gewonnen. Ich werde diesen Tag niemals in meinem Leben vergessen. Plötzlich konnte ich einen Haflingerjährling mein Eigen nennen. Von da an war ich nicht mehr zu bremsen. Ich schleppte meinen Vater von einem Stand zum Nächsten um alle nötigen (und unnötigen) Sachen zu kaufen, die man so brauchen könnte.

 Dann hieß es, wir könnten den Haflinger erst am Ende der Messe abholen. Ich wollte aber natürlich jeden Tag mein Pony sehen. So musste mein Vater jeden Tag mit mir zur Equitana fahren. Brav Eintritt zahlen und den ganzen Tag zusehen, wie seine Tochter völlig verträumt an der Box stand und höchstens dort wegzubewegen war, um noch mehr Geld vom Papa auszugeben, weil noch dieses oder jenes nötig sei.

Ich habe das Pferd Sturm genannt. Und genauso war er auch. Stürmisch und rüpellig. Doch mit der Zeit sind wir ein gutes Team geworden und er war mir viele Jahre ein guter Freund.

Doch dann wurde er 2003 sehr krank und es stellte sich heraus, dass es nicht heilbar war. Ich hatte ihm am ersten Tag jedoch etwas versprochen:

Ihn niemals wegzugeben
Ihn nicht leiden zu lassen
Ihn niemals zum Schlachter zu bringen
Und bis zum letzten Augenblick bei ihm zu bleiben

Ich habe alle Versprechen gehalten und ihn am 15.11.2003 einschläfern lassen.

Yvonne Kräussl

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich besuche die Equitana seit vielen Jahren regelmäßig und bin immer wieder begeistert. Doch in einem Jahr flog mich außer der Begeisterung für Pferde noch eine zweite Schwäche an. Es war schon zu fortgeschrittener Stunde auf der Messe, ich war müde und trottete so durch die Gänge der Hallen, als ich zu einem Paddock mit Eseln kam. Die Tiere hielten wahrscheinlich auch gerade ihren Nachmittagsschlaf, denn die Ohren hingen. Ich verweilte einen Augenblick an diesem Paddock und kraulte automatisch einen Esel zwischen den Ohren. In dem Augenblick schossen zwei riesige Ohren senkrecht nach OBEN, so dass ich, so müde ich auch war, lachen musste. Seit dieser Zeit liebe ich Esel genauso wie Pferde.
Dies ist wahrscheinlich nicht die beste Geschichte, die Sie lesen, aber sie hat sich genau so zugetragen und es ist mir ein Bedürfnis Ihnen dies mitzuteilen.

Viele Grüße von
Angelika Mech

Der Equitana-Effekt!

Ich habe 2003 Equitana besucht, und war so tief beeindruckt, dass ich meinen Flug nach London verpasst habe! Obwohl ich Deutschland seit 35 Jahren besuche, war ich nicht darauf vorbereitet, so viel Neues zu finden. Die Aegidienberger - wer in England hat schon von dieser Pferdezucht gehört?
Und die Gangpferde sind bei uns fast vollkommen unbekannt. Ich selber musste nach Belgien fahren, um Peruanische Pasos zu sehen. Ich hatte über die therapeutische Arbeit mit Pferden in den Vereinigten Staaten gelesen, wo Psychotherapeuten die Behandlungszeit von ihren Patienten durch die Arbeit mit Pferden verkürzen. Aber hier in Equitana waren Peruanischen Pasos, Paso Finos, Isländische Pferde, Tennessee Walking Horses.
Nach der Hop Top Show hatten mir die Hände wehgetan, weil ich so viel applaudiert habe. So viele außerordentliche Szenen, so tolle Pferde!
Ich habe eine kleine silberne Brosche von dem Silberschmied gekauft, weil das Pferd so lebendig und galoppierend glücklich aussah. Jetzt steht es an meiner schicken Jacke und galoppiert mit mir zur Arbeit.
Aber es war das schöne, weiße, spanische Maultier, das mir zum Verhängnis wurde. Am Ende meines Besuchs kam ich ins Gespräch mit ihm und seinem ebenso schönen Herrn, gleich nach ihrer Parelli Demonstration. Als Gründungsmitglied der Britischen Maultiergesellschaft habe ich natürlich ein großes Interesse an diesen ganz besonderen Tieren. Obgleich ich verspätet für meinen Flug in Düsseldorf ankam, konnte ich zum Glück Dank BA mit dem nächsten fahren. Ich nenne das den Equitana-Effekt!

Gill Nurse
Deutschlehrerin, Maultier- und Pferdeliebhaber

Unsere Geschichte Equitana 2001

Mal wieder liefen wir durch alle Hallen und kamen per Zufall zu der Halle, in der die Tinkerpferde ihr Können präsentierten. Mein Mann wühlte abseits in dem Rucksack rum, ich derweil interessiert zuhörend, was sie von den wunderschönen Tinkerhengst, der auf der Reitbahn vorgeführt wurde, erzählten. Abstammung, Rittigkeit, trotz Hengst. Dann wurde plötzlich in die große Menge der Leute gefragt, wer möchte gerne mal einen Proberitt machen. Ich hob meinen Hand, wedelte leicht, doch da ich keinerlei Hoffnung sah, überhaupt mit meinen 1.56cm erblickt zu werden, wollte ich die Hand schon wieder sinken lassen, da deutete die Dame auf mich. Fassungslos starrte ich sie erstmal an. Nun gut, dachte ich, wenn ich einen durchgeknallten Budjonny mein Eigen nenne, den auch geritten bekomme, werde ich, hoffte ich mal, mit dem Hengst klarkommen. Dann, oh schreck, Blick hinab, zu meinen Klamotten. Na super, dachte ich, Jeanshose, eleganter Schnitt, doch reichlich weit, halbhohe Stiefeletten, mit netten 50mm Absatz.
Tolle Reitausrüstung, nun gut, hinein auf die Reitbahn, erstmal Hengsti begrüßt. Helm auf. Und dann der nächste Freudenschlag. Die Steigbügelriemen waren zu lang für meine Beine. Ok, kein Problem, winkte ich ab, reite ja sonst auch ohne Sattel. Drauf, übergeschlagen und ohne los. Woah, ich kann euch sagen. Welch Gangart, welch Eleganz, hätte ich solch einen Tinkerhengst nicht zugetraut. Mein Mann blickte hoch, stand käsebleich da, so nach dem Motto, was machst du da, in Ausgehklamotten auf dem Hengsti. Ich konnte es einfach nicht lassen, in der Dressur etwas zu fordern, mal angaloppieren, ich war einfach begeistert.
Tja, dies war mein Erlebnis, welches ich jedem zu gerne erzähle, die Reaktion ist immer gleich: „Boah, so was würde ich mir auch mal wünschen!“
Ich danke noch mal unbekannterweise dieser Dame von dem Tinkergestüt und kann nur sagen, das war eine Erfahrung mehr für mich.

Gruß
Tanja Kruse

Der Equitana-Man Wolf Kröber.

Im Jahre 1989 nach 5 Jahre als Reitschuleninhaber in Bayern, meine Deutsche Schwiegereltern wollten uns eine große Reitanlage kaufen ( meine war nur gepachtet).
Für diese Werbung zu machen mit dem Motto Reitferien in Bayern habe ich 20 000 Flugblätter machen lassen ( habe ich noch ein Paar ). Ich war zu Gast auf dem polnischen Stand von Staats-Firma Animex. Aber wie schaffe ich so viele Blätter zu verteilen. Ich sprach Hr. Kröber an. Er war ein großer Mann und ein größerer Polen Freund. Wir kannten uns schon privat.
Für 1989 hat er polnische Voltiegere Gruppe eingeladen für Hop-Top-Schau. Jegliches Werbung auf dem Grossen Ring war damals wegen Fernsehen Übertragungen verboten. Überall hängten nur Equitana grüne Poster. Ich habe Hr. Kröber gefragt ob ich die Flyer auf die 5500 Sitzplätze legen dürfte. Antwort war: Es darf nicht sein, er darf davon nichts wissen, soll ich trotzdem machen.
Da ich dem Voltiegere Mädels helfen musste in ersten Sekunden des Auftritts wo alle Gymnastik ohne Pferd für Musik machten auf dem Ring, als Longierer für das Pferd,
hatte ich ein gutes Grund um Revange bitten. 20 Mädchen innerhalb von ein Paar Minuten haben meine Flugblätter auf dem Sitz Plätzen verteilt.
Hr. Kröber hat mich aber gewarnt: wenn nach dem Schau ( tagsüber in der Hale 6 ) ganze Boden wird gelb von hingeworfenen Blätter, kann ich mit einem Rechnung rechnen von der Putzkolonne. Es waren schwierige Minuten, erste 45 minütige Schau.
Danach, während der Pause schauten wir alle was geschah mit dem Blätter: Hurra, nur an der Ecken wo niemand Platz genommen hat, waren welche auf dem Sitzplätzen. Die ganze Rest ca. 4500 haben die Zuschauer mitgenommen. Am gleichen Tag war ich alle Flugblätter los.
So ist eine von mehreren , meine persönliche Geschichte und Erinnerung an der Equitana und der Equitana-Man Hr. Wolf Kröber.

Freundlichen Grüssen
Kristof Olczak

Meine Geschichte

Meine Geschichte beginnt vor drei Jahren, als ich stolze Besitzerin eins Pferdes wurde und mich somit für alles, was mit Pferden zu tun hat, zu interessieren begann...
Als Pferdebesitzerin ist es natürlich Pflicht, auch die größte Pferdemesse zu besuchen, zumal sie auch noch ganz in der Nähe ist.

Welch ein Glück, meine Freundin hatte auf ihrer Internetseite an einer Gewinnspielfrage teilgenommen und zwei Karten für die Hop-Top Show gewonnen. Es war ein unvergesslicher Tag und Abend auf meiner ersten Equitana. Die Zeit bis zur nächsten equitana war viel zu lang. Wieder einmal schaute ich nach Neuigkeiten unter Equitana.de und wurde erneut fündig. ein Gewinnspiel: wetten was....
Top, die Wette gilt, dachte ich und sendete mit meiner Freundin zusammen zwei Wetten bei ihnen ein. Ich konnte es nicht glauben, als ein paar Tage später ein Anruf von ihnen kam und b e i d e Wetten angenommen wurden. Was für eine Aufregung...
Ich starb fast an einem Herzkasper, als klar war, dass die Wetten im großen Ring präsentiert werden sollten. Es war einfach nur toll. Wir wurden aufs Freundlichste empfangen und betreut. Durch die Backstage-Karten hatten wir die einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen schnuppern zu dürfen. Einfach unvergesslich auch die Erfahrung im großen Ring, vor soviel Publikum. Die ghp-Wette wurde sogar von u n s gewonnen. Einen bezaubernden Abschluss fand alles in der am Abend stattfindenden Hop-Top Show.

The same procedure as every year: Ich schaue auf ihrer Internetseite nach Neuigkeiten und werde fündig. Auch wenn meine Geschichte vielleicht nicht die Spektakulärste ist, aber erzählenswert ist sie allemal.

Mit freundlichen Grüssen
Gabriela Commer

Es war meine allererste Equitana

Es war meine allererste Equitana vor ca. 14 Jahren. Total fasziniert lief ich durch die Hallen und sog die ganzen Eindrücke in mich ein. Ich konnte mich gar nicht satt sehen.
In einer Halle kamen wir an wunderschönen geschmückten massigen Kaltblütern vorbei - Percherons. Ich hatte noch nie zuvor solche mächtigen Pferde live gesehen. Ich konnte meine Augen kaum von ihnen lassen. Diese Pferde waren wirklich etwas Besonderes.
Später saßen wir in der Halle 6, am großen Ring, um uns auszuruhen und zuzuschauen. Plötzlich wurden 6 dieser mächtigen Schimmel in die Bahn geritten. Sie wurden vorgestellt und führten ein Reiterschaubild vor.
Als besonderes Highlight galoppierten sie im schnellen Galopp durch die Halle.
Diese Wahnsinnskraft, die sie ausstrahlten, die donnernden Hufe, die jubelnden Zuschauer mitrissen ... ich hatte eine Gänsehaut, war total ergriffen und hatte sogar Tränen in den Augen, so hat mich das bewegt.
Kaltblüter haben mich seitdem immer mehr fasziniert. 8 Jahre später kaufte ich mir eine wunderschöne rheinländische Kaltblutstute, mit der ich durchs Gelände trample und donnere. Sie ist eine Seele von Pferd, nie hätte ich gedacht, dass einem ein Pferd so viel geben kann. Hätte ich diese Percheron-Hengste, die so toll vorgeführt wurden, damals auf der Equitana nicht gesehen, wäre ich vielleicht nie auf die Idee gekommen mir ein Kaltblut-Pferd zu kaufen. Mir wäre viel entgangen!

Claudia Farhat

Mein schönstes Erlebnis auf der Equitana!

Ich darf mich Ihnen erst einmal vorstellen:

Mein Name ist Marion Kofler, geb. 22.12.1964- seit meinem 13.Lebensjahr reite ich, seit meinem 18. Lebensjahr besitze ich ein eigenes Pferd, ein Stute aus der ich drei Fohlen gezogen haben etc...... Damit wollte ich nur mitteilen, dass ich das erste Mal mit 14 Jahren (also vor 27 Jahren) auf der Equitana war.

Aber mein bestes Erlebnis in all den Jahren, war genau vor zwei Jahren.
Man sollte das Equitanateam herausfordern und Wetten einreichen. Meine Freundin und ich uns also hingesetzt, gegrübelt und Wetten eingereicht. Letztendlich war es dann so, dass beide Wetten von der Equitana angenommen wurden. D. h. wir waren zwei Tage auf der Equitana plus abends Hop Top Show.

Die erste Wette musste meine Freundin einreichen (sie wettet, dass die Aussteller es nicht schaffen ihre Pferde mit verbundenen Augen zu erkennen). Sie war sehr aufgeregt als Ihre Wette aufgerufen wurde. Was mich betraf, war ich nur Anhang, da ich nicht der Wettkandidat an diesem Tage war, somit auch nichts gefragt wurde, und war ziemlich entspannt. (was sich am nächsten Tag plötzlich änderte)

Dann kam der zweite Tag und meine Wette (Die Equitana schafft es nicht, dass 10 der Aussteller die GHP bestehen) - die ich übrigens gewann :-)

Nun ja, jedenfalls rückte meine Wette immer näher, ich wurde immer aufgeregter, von meiner Gelassenheit vom Tage vorher keine Spur... dann war es soweit , ich wurde aufgerufen, stolperte in die Halle, der Moderator auf einmal kilometerweit von mir entfernt (das empfand natürlich nur ich so, aber in dem Moment nicht, da ich dachte, dass alle Zuschauer mir meine Unbeholfenheit anmerkten) musste ich mich vorstellen, ein paar Fragen beantworten (erschrak innerlich als ich meine Stimme in der ganzen Halle hörte, die Menschenmassen auf den Tribünen…). Ich wusste plötzlich nicht, wo ich hingucken sollte.... Alles in allem fühlte ich mich wie ein kleines unbeholfenes Kind. Dieses Gefühl legte sich erst, als der erste Aussteller mit der GHP begann, und das Publikum positiv auf die Wette reagierte.

Wenn ich Revue passieren lasse wie oft ich diese Halle als Zuschauer schon besucht hatte, nun aber selbst da unten stand, das war ein wahnsinnig aufregendes Gefühl, das ich nicht mehr missen möchte.

Erst dann kann man es, glaube ich, nachvollziehen, dass auch die Prominenz (obwohl es Profis sind) immer wieder Lampenfieber hat, und was sich bei einem selbst für ein Wirrwarr im Inneren abspielt, da man ja Laie ist. Es war Spiel, Spaß und Spannung zugleich, wie bei der Kinderüberraschung :-).

Als ich hinterher erfuhr, dass viele Bekannte und Reiterkollegen die Wette verfolgten und es Ihnen gefallen hatte, war es ein richtiges Glücksgefühl.

Dafür ein Dankeschön an die Equitana.

Mit freundlichen Grüssen

Marion Kofler

Die Geschichte von Betty

Die Geschichte von Betty, einer Ponymixstute unbekannter Herkunft! Bettys Geschichte erinnert an den Tellerwäscher, der nach Amerika ging und Millionär wurde… und Betty weiß was EQUITANA ist: Für Betty war die EQUITANA 2003 Amerika!!!

Mein Name ist Betty, ich bin eine Ponymixstute und irgendwann, irgendwo 1995 geboren. Ich erinnere mich nicht mehr an meine Mutter und meine Kindheit und ich glaube, dass möchte ich auch gar nicht mehr. Sehr schön kann meine Kindheit nicht gewesen sein, denn ich landete 1998 auf einem Pferdmarkt, wo ich angeboten wurde und mich viele Händler „begutachteten“. Gelandet bin ich auf einem Ponyhof, der mich eigentlich auch schnell wieder loswerden wollte. Allerdings sollte ich bis zum Verkauf einige Zweibeiner auf mir reiten lassen, damit ich wieder teurer verkauft werden konnte. Ich bekam Metall in mein Maul, einen Sattel und viele Reiter auf meinen Rücken. Ab und zu wurde ich auch an Zweibeiner „vermietet“. Ich duldete dies alles zwar, aber drückte dabei den Rücken durch und rannte davon. Davon vor den Reitern.
1999 kam dann eine Zweibeinerin, die mich wohl ganz gerne mochte. Sie kaufte mich und ich bezog einen tollen Stall mit Auslauf. Aus Sympathie kaufte sie meinen Freund gleich mit und so war ich dort auch nicht allein.

Diese Zweibeinerin war anders, als die Anderen. Sie kam jeden Tag zu uns und beschäftigte sich ausgiebig mit uns. Sie hatte viel Geduld und lobte uns für jede Kleinigkeit. Ich beschloss für mich sie zu lieben und sie zu beeindrucken. So zeigte ich mich bald von meiner allerbesten Seite und lernte schnell mich von ihr ohne Metall im maul reiten zu lassen. Außerdem lernte ich tolle Tricks, meine Besitzerin nannte das „Zirkuslektionen“.
Irgendwann, Anfang 2003 fragte sie mich, ob ich bereit wäre mit ihr auf die Equitana zu fahren. Eine Weltmesse für Pferde, denn dort könnte ich zeigen, wie toll ich mit ihr arbeite und für meine Besitzerin war dies wohl eine ganz große spektakuläre Sache. Klar hatte ich „Bock“ und konnte so meinen Dank für ihre grenzenlose Geduld zeigen.
Beim 1. Equitana Showcup zeigte ich mich von meiner allerbesten Seite. Es war schon eine tolle Sache für mich, einer Ponystute unbekannter Herkunft mit meiner Besitzerin vor 5.500 Zuschauern zu zeigen, wie schön ich anzusehen bin. Natürlich enttäuschte ich sie nicht und wir verließen diesen Wettbewerb als Einzelsieger! Ich war unglaublich stolz auf mich und meine Besitzerin war überglücklich.

Seit der Equitana 2003 touren wir, meine liebe Zweibeinerin und ich durch ganz Deutschland und sind richtig bekannt geworden. Ich genieße den Applaus und freue mich, dass ich auf der Equitana zeigen durfte, was ich kann. Ich bin ein richtiges Showpony geworden und habe mir einen tollen Namen gemacht. Das habe ich der Equitana zu verdanken.
Ich bin eine kleine Stute und ich bin kein Pferd, das einen Stammbaum hat, der vieles aussagt. Ich bin Betty und habe seit dem Showcup 2003 50.000 Zuschauer überzeugt und bin ca. 7.000 km mit meiner Besitzerin gefahren.
Ich möchte der Equitana danken, denn ich bin durch die Weltpferdemesse ein Showstar geworden.
Und ich liebe es. … Und meine Besitzerin auch…!!!!

Natalie Meyer


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