Ich darf mich Ihnen erst einmal vorstellen:
Mein Name ist Marion Kofler, geb. 22.12.1964- seit meinem 13.Lebensjahr reite ich, seit meinem 18. Lebensjahr besitze ich ein eigenes Pferd, ein Stute aus der ich drei Fohlen gezogen haben etc...... Damit wollte ich nur mitteilen, dass ich das erste Mal mit 14 Jahren (also vor 27 Jahren) auf der Equitana war.
Aber mein bestes Erlebnis in all den Jahren, war genau vor zwei Jahren.
Man sollte das Equitanateam herausfordern und Wetten einreichen. Meine Freundin und ich uns also hingesetzt, gegrübelt und Wetten eingereicht. Letztendlich war es dann so, dass beide Wetten von der Equitana angenommen wurden. D. h. wir waren zwei Tage auf der Equitana plus abends Hop Top Show.
Die erste Wette musste meine Freundin einreichen (sie wettet, dass die Aussteller es nicht schaffen ihre Pferde mit verbundenen Augen zu erkennen). Sie war sehr aufgeregt als Ihre Wette aufgerufen wurde. Was mich betraf, war ich nur Anhang, da ich nicht der Wettkandidat an diesem Tage war, somit auch nichts gefragt wurde, und war ziemlich entspannt. (was sich am nächsten Tag plötzlich änderte)
Dann kam der zweite Tag und meine Wette (Die Equitana schafft es nicht, dass 10 der Aussteller die GHP bestehen) - die ich übrigens gewann :-)
Nun ja, jedenfalls rückte meine Wette immer näher, ich wurde immer aufgeregter, von meiner Gelassenheit vom Tage vorher keine Spur... dann war es soweit , ich wurde aufgerufen, stolperte in die Halle, der Moderator auf einmal kilometerweit von mir entfernt (das empfand natürlich nur ich so, aber in dem Moment nicht, da ich dachte, dass alle Zuschauer mir meine Unbeholfenheit anmerkten) musste ich mich vorstellen, ein paar Fragen beantworten (erschrak innerlich als ich meine Stimme in der ganzen Halle hörte, die Menschenmassen auf den Tribünen…). Ich wusste plötzlich nicht, wo ich hingucken sollte.... Alles in allem fühlte ich mich wie ein kleines unbeholfenes Kind. Dieses Gefühl legte sich erst, als der erste Aussteller mit der GHP begann, und das Publikum positiv auf die Wette reagierte.
Wenn ich Revue passieren lasse wie oft ich diese Halle als Zuschauer schon besucht hatte, nun aber selbst da unten stand, das war ein wahnsinnig aufregendes Gefühl, das ich nicht mehr missen möchte.
Erst dann kann man es, glaube ich, nachvollziehen, dass auch die Prominenz (obwohl es Profis sind) immer wieder Lampenfieber hat, und was sich bei einem selbst für ein Wirrwarr im Inneren abspielt, da man ja Laie ist. Es war Spiel, Spaß und Spannung zugleich, wie bei der Kinderüberraschung :-).
Als ich hinterher erfuhr, dass viele Bekannte und Reiterkollegen die Wette verfolgten und es Ihnen gefallen hatte, war es ein richtiges Glücksgefühl.
Dafür ein Dankeschön an die Equitana.
Mit freundlichen Grüssen
Marion Kofler