Rassenvielfalt 2009
Verschiedenster Pferderassen in den Ringen und an den Ständen der EQUITANA
Täglich werden auf der EQUITANA Pferde verschiedenster Rassen in den Ringen und an den Ständen der Aussteller präsentiert.
Hier können Sie sehen welche Rassen vor Ort sind und sich über die Besonderheiten und Vorzüge der verschiedenen Rassen informieren, die man auf der Pferde Messe kennen lernen kann. Weitere Rasseporträts folgen in Kürze.
Pferderassen
+++ Aktuelles +++
Marwaris müssen ihre Pferde leider zu Hause lassen, ihre Einreise wurde nicht genehmigt. ie rangen bis zum Schluss, doch am Ende half alle Hilfe nicht: Der indische Zuchtverband der Marwaris, der sich erstmals auf der EQUITANA präsentieren wollte, wird ohne Pferde nach Essen anreisen müssen.
Weitere Infos zu den Hintergründen in unserer Pressemitteilung
American Miniature Horse
Das Amerikanische Miniaturpferd (American Miniature Horse) ist eine in Europa und besonders in Deutschland noch neue und unbekannte Rasse. Es ist eine elegante und wohl proportionierte Miniaturausgabe eines Großpferdes mit einem Stockmaß von bis zu 86,4cm. Es ist jedoch kein Shetland Pony oder ein anderer Ponytyp, da es einen anderen Körperbau und andere Proportionen besitzt, eben die eines Großpferdes.
Aufgrund ihrer hohen Leistungsbereitschaft, Intelligenz und Menschenbezogenheit sind American Miniature Horses vielseitig einsetzbar und eigenen sich als Reitpony für kleine Kinder, als Fahrpferd oder als Therapiepferd.
Andalusier
Als Andalusier gelten im Grunde alle in Spanien gezüchteten iberischen Pferdrassen, bis auf Ponys und Kaltblüter. Die Ursprünge für diese Pferderasse befinden sich im Mittelalter. In dieser Zeit waren Andalusier bei Herrscherhäusern in ganz Europa gefragt.
Andalusier sind mittelgroße, kompakte und muskulöse Pferde, wobei insbesondere der kurze, kräftige Hals prägnant für diese Rasse ist. Schweif und Mähne sind meistens sehr lang und üppig. Vor allem in der Dressur und der Hohen Schule, sowie in vielen Pferdeshows, kommen Andalusier zum Einsatz, da sie sehr gelehrig und ausdrucksstark sind.
Appaloosas
Appaloosas sind vor allem durch Ihre ungewöhnliche Fleckenfarbe bekannt geworden. Ursprünglich kommen diese Pferde aus Amerika, wo sie von verwilderten spanischen Pferden abstammen. Die Nez-Percé Indiander zähmten diese Pferde und züchteten insbesondere Pferde mit markanter fleckiger Fellfarbe.
Heute werden Appaloosas vor allem im Western- und Freizeitbereich eingesetzt, da sie einen ausgeglichenen, nervenstarken Charakter besitzen, intelligent, schnell und wendig sind. Das Stockmaß bewegt sich zwischen 148 und 160 cm, der Körperbau ist meistens quadratisch und ähnelt anderen US-amerikanischen Westernpferden.
Araber
Das arabische Vollblut gilt als eine der ältesten und edelsten Pferderassen der Welt. Ursprünglich wurde der Araber für lange Distanzen und das Leben in der kargen und heißen Wüste gezüchtet. Daher gelten sie als besonders robust und ausdauernd.
Typisches Merkmal der Araber sind der Hechtkopf mit der vorgewölbten Stirn und der aufrecht getragene Schweif. Durch den feinen Körberbau und den intelligenten Kopf wirkt der Araber als besonders edel und anmutig. Je nach Zuchtgebiet werden diese Pferde bis zu 160 cm Stockmaß groß. Araber sind vor allem als Distanz- und Freizeitpferde beliebt, weisen aber auch Talente für viele weitere Bereiche auf.
Berberpferde
Die edlen Berber und Araber-Berberpferde aus dem Maghreb sind eine der ältesten Pferderassen der Welt. Ihr Blut fließt in den nord- und südamerikanischen, sowie in den meisten europäischen Pferderassen. Andalusier, Lusitanos, Friesen, sogar das englische Vollblut - ohne die Berber wären sie nicht die Pferde, die sie heute sind.
Vom Anfänger bis Profi schwärmen alle von den weichen Gängen, der Gelehrigkeit, der guten natürlichen Versammlung und der ausgesprochenen Besitzertreue. Sie werden ca. 145 bis 160 cm Stockmaß groß und sind daher schnell und wendig. Der Berber ist der ideale Partner für Freizeit- und Wanderreiter.
Connemara Pony
Das aus Irland stammende Connemara Pony ist ein wahres Springtalent. Es kann mühelos mit Großpferden mithalten und dabei auch Erwachsene tragen. Durch das raue Klima Westirlands geprägt, ist es trittsicher, ausdauernd und wendig.
Sein nervenstarker und kinderlieber Charakter macht es zum idealen Partner in Sport und Freizeit. Das Aussehen dieser Ponys wird von früheren Einkreuzungen der iberischen Pferderassen geprägt. Daher ist das Connemara Pony ein ausdrucksstarkes, kompaktes Pony, das in allen Farben vorkommt.
Criollos
Die argentinischen Criollos stammen ursprünglich von den aus Europa nach Südamerika importierten Pferden ab. Da sie schwierigen Bedingungen in der Wildnis trotzen mussten, sind sie heute unglaublich robust und widerstandsfähig. In Argentinien müssen die Pferde an einer sehr harten Leistungsprüfung teilnehmen, um zur Zucht zugelassen zu werden.
Diese ausdauernden Pferde werden von Gauchos zur Rinderarbeit eingesetzt, da sie intelligent, wendig und zäh sind. Im Allgemeinen sind Criollos kompakte, kräftige, mittelgroße Pferde. In Deutschland erfreut sich der Criollo durch sein freundliches Wesen zunehmender Beliebtheit im Freizeit- und Westernsektor.
Curly Horses
Curly Horses sind vor Jahrhunderten auf natürliche Weise aus den wilden Pferden Nordamerikas entstanden. Sie haben sich ihre Robustheit und Natürlichkeit bis heute erhalten. Curly Horses sind überaus menschenfreundlich, gelassen, gelehrig und leistungsfähig.
Ihr gelocktes Winterfell, die nach oben geschwungenen Augenwimpern und der lockige Behang machen die Curlies einzigartig. Ihr einprägsamstes Merkmal ist die Hypoallergenität, das heißt, Menschen mit einer Tierhaarallergie können mit diesen Pferden umgehen, ohne dass eine allergische Reaktion ausgelöst wird.
Dartmoor Pony
Diese klugen, kleinen Ponys sind eine alte englische Rasse, die das erste Mal 1012 schriftlich erwähnt wird. Sie stammen von den kargen Hochmooren im Südwesten Englands. Dartmoor Ponys sind das ideale Kinderpony, da sie freundlich, gutmütig und fleißig sind. Wegen des klaren Ziels, reitsporttaugliche Ponys zu züchten, sind sie bestens für den Jugend- und Fahrsport geeignet.
Dartmoor Ponys sind relativ klein mit einem Stockmaß von ca. 130 cm. Allerdings sind sie äußerst robust und trittsicher, was vor allem an ihrer Herkunft liegt.
Deutsches Reitpony
Das deutsche Reitpony ist vor allem bei Kindern sehr beliebt. Da sie vom Aussehen Warmblütern gleichen und meistens über viel Ausdruck im Springen und Dressur verfügen, werden sie auch zahlreich im Turniersport eingesetzt. Um zum Ponysport zugelassen zu werden, darf das Stockmaß 148 cm nicht überschreiten. Alle Ponys, die größer sind, bezeichnet man als Kleinpferde.
Anfänglich wurde das Deutsche Reitpony in England aus einer Kreuzung englischer Ponyrassen, Arabern und Vollblütern gezüchtet. Das deutsche Reitpony gilt als umgänglich und kinderlieb, mit intelligenten Augen und einem starken Charakter.
Deutsches Warmblut
Der Begriff Deutsches Warmblut oder auch Deutsches Reitpferd gilt als Oberbegriff für alle deutschen Warmblutrassen. Auch wenn die deutschen Warmblüter untereinander stark gekreuzt werden, bleibt die Warmblutzucht eher regional organisiert. Generell wird das Deutsche Warmblut als klassisches Sport- und Freizeitpferd gezüchtet.
Die Warmblutzucht wird regelmäßig mit Vollblutgenen veredelt. Daher sind die Pferde meistens sportlich, elegant und leichtrittig. Das erklärte Ziel ist es, ein gesundes Pferd mit schwungvollen, elastischen Bewegungen zu züchten, das aufgrund seines Charakters und seiner Rittigkeit für Reitzwecke jeder Art geeignet ist.
Edelbluthaflinger
Der Edelbluthaflinger ist eine Mischung aus Haflingern und Vollblutarabern. Das Ziel der Züchter war es, Haflinger zu veredeln, ohne ihre typischen, liebenswerten Eigenschaften herauszuzüchten. So hat der Edelbluthaflinger immer noch die typische Lichtfuchsfarbe und das freundliche, umgängliche Wesen des Originals. Jedoch sind Edelbluthaflinger leichter, sportlicher und mit besseren Grundgangarten ausgestattet.
Edelbluthaflinger haben einen Araberanteil von 2% - 25% und sollen sich dem deutschen Reitponytyp nähern. Durch die Einkreuzung von Arabern sind diese Kleinpferde aber auch nervöser und temperamentvoller geworden als die ursprünglichen Haflinger.
Foto: Interessengemeinschaft Edelbluthaflinger
Englische Vollblüter
Das englische Vollblut ist eine der edelsten Pferderassen und hat viele andere Züchtungen in den letzten Jahrzehnten maßgeblich beeinflusst. Vollblüter sind die schnellsten Rennpferde der Welt und werden hauptsächlich in Galopprennen eingesetzt. Das besondere an Vollblütern ist die Tatsache, dass sie seit 1793 rein gezüchtet sind, was bedeutet, dass kein externes Blut mehr zugeführt wurde. Außerdem dürfen nur jene Vollblüter ins General Stud Book eingetragen werden, die durch Natursprung gezeugt wurden.
Im Allgemeinen sind Vollblüter hochsensibel und intelligent. Häufig gelten sie auch als nervös und schreckhaft, was vor allem am Rennbahnklima liegt. Nach gewisser Eingewöhnungszeit werden sie aber meistens tolle Reitpferde, die sehr vielseitig geritten werden können.
Exmoor Pony
Als die älteste Ponyrasse Englands gilt das Exmoor Pony. Eine Besonderheit dieser kleinen, maximal 125 cm Stockmaß groß werdenden Ponys ist ihr eingeschränkter Fluchtsinn. Denn eine überstürzte Flucht in ihrer Heimat, den Mooren rund um Devon, hätte schlimme Folgen für die Ponys haben können. Daher gelten Exmoors als sehr ruhig und gelassen.
Intelligenz und Wendigkeit sicherten dieser Ponyrasse das Überleben in den Mooren. Bis heute finden sich frei lebende Herden in England, wobei der Bestand regelmäßig kontrolliert wird. Das Exmoor ist ein toller Partner für Freizeit und Fahrsport.
Fjordpferde
Das Fjordpferd oder der Norweger stammt von der norwegischen Westküste und gehört zu den ältesten Pferderassen Europas. Als die ersten Züchter der Fjordpferde gelten die Wikinger.
Besonders auffällig bei diesem Allround-Pony ist die zweifarbige Mähne mit dem Aalstrich in der Mitte. Zudem kommen fast ausschließlich Falben in unterschiedlichen Schattierungen vor. Typisch ist auch der eher kompakte Körperbau mit einem kurzen, kräftigen Hals. Fjordpferde sind typische Ponys - unkompliziert in der Haltung, selbstständig und trotzdem willige, arbeitsfreudige und gelehrige Tiere.
Friesen
Diese imposanten Rappen stammen von der friesischen Küste. Schon im Mittelalter waren die schwarzen Pferde beliebte Ritter- und Streitrösser. Durch den hoch getragenen Kopf erscheinen diese auch als Barockpferde bezeichneten Friesen als sehr groß, dabei sind sie meistens nicht größer als 165 cm Stockmaß.
Friesen haben sehr üppiges Langhaar und Kötenbehang. Heute werden Sie als Kutsch- und Freizeitpferde eingesetzt. Durch frühere Einkreuzung von iberischen Pferden, treten sie auch zunehmend als Showpferd in Erscheinung. Dabei zeigen Sie ein besonderes Talent für die hohe Schule und schwierige Dressurlektionen.
Haflinger
Die aus Südtirol stammenden Füchse haben Fangemeinden auf der ganzen Welt. Das liegt vor allem daran, dass diese Kleinpferde einen sehr ausgeglichenen Charakter haben und besonders für Kinder und Anfänger geeignet sind. Da Haflinger früher vor allem in unwegsamem Alpengelände arbeiten mussten, sind sie besonders trittsicher und robust.
Haflinger sind in der Regel etwas kompakter und kräftig, es kommen aber auch leichtere Exemplare vor. Sie sind hauptsächlich Füchse aller Schattierungen, wobei Mähne und Schweif heller sein sollen als die Fellfarbe. Haflinger finden in allen Bereichen des Reitsports Verwendung, da es sie in sehr unterschiedlichen Typen gibt.
Hannoveraner
Durch die vielen sportlichen Erfolge sind die Hannoveraner weltweit eine der bekanntesten deutschen Warmblutrassen. Ursprünglich im 15. Jahrhundert für landwirtschaftliche Zwecke gezüchtet, wurde durch Veredelung mit Vollblütern und Trakehnern ein modernes Sportpferd für alle Bereiche gezüchtet. Der Hannoveraner ist die zahlenmäßig stärkste europäische Warmblutzucht.
Durch seine Vielfalt kommen die unterschiedlichsten Typen von Warmblutpferden vor, wodurch sie vielseitig einsetzbar sind. Im Allgemeinen gilt der Hannoveraner als gelehrig, leistungsbereit, ausgeglichen, aber auch als temperamentvoll und ausdrucksstark.
Highland Ponies
Highland Ponies sind die größte im Barockpferdetyp stehende englische Ponyrasse mit einem Stockmaß von 132 cm bis 148 cm. Sie sind absolut familientauglich, für jede Sparte des Pferdesports und zum therapeutischen Reiten einsetzbar. Highland Ponies bestechen durch ihr intelligentes, freundliches und menschbezogenes Wesen, sowie ihrer jederzeit arbeitswilligen Präsenz.
Holsteiner
Der typische Holsteiner ist ein großrahmiges Warmblutpferd mit raumgreifenden Grundgangarten und guter Versammlung. Durch zahlreiche Erfolge im Springsport ist der Holsteiner insbesondere als Springpferd bekannt, aber auch im Dressur-, Vielseitigkeits- und Fahrsport sind Holsteiner zahlreich und erfolgreich vertreten.
Das Zuchtgebiet ist Schleswig-Holstein, wo durch die flache und weitläufige Landschaft ausreichend Platz für die Aufzucht zur Verfügung steht. Der Charakter der Holsteiner gilt als unkompliziert und nervenstark, mit ausgeglichenem Temperament. Es kommen nahezu alle Farben vor, außer Schecken.
Islandpferd
Die robusten Pferde von der Insel Island sind vor allem wegen ihren zwei weiteren Gangarten, Tölt und Pass, bekannt. Die Isländische Pferdezucht gilt als besonders reinrassig, da schon seit Jahrhunderten keine Pferde nach Island gebracht werden dürfen. Zudem müssen im Ausland gezüchtete Pferde einen lückenlosen Abstammungsnachweis erbringen.
Isländer sind meistens zwischen 130 und 145 cm Stockmaß groß, können aber aufgrund ihrer kräftigen Statur auch von Erwachsenen geritten werden. Charakteristisch sind auch das dichte, wuschelige Langhaar, der kurze Hals, und der quadratische Körberbau. Isländer sind freundliche, intelligente Ponys, die aufgrund ihres dichten Fells sehr wetterbeständig sind. Heutzutage wird auch vermehrt der sportliche und leichtrittige Typ gezüchtet.
Kladruber
Die als Rappen und Schimmel gezüchteten Karossiers des Gestüts Kladruby in Tschechien wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die hohe Knieaktion und Aufrichtung und der noble Charakter machen diese üppigen, oft sehr großen und imposanten, unverfälscht erhaltenen Pferde zu anmutigen Tänzern, voller Esprit und Grazie.
Altkladruber sind die älteste, planmäßig gezüchtete Kulturpferderasse in Mitteleuropa. Heute bewähren sie sich im nationalen und internationalen Sport. Rasante, spektakuläre Zwei- und Vierspänner dieser Rasse überzeugen Fahrer und Zuschauer gleichermaßen auf den Turnierplätzen in aller Welt. Auch an klassischer Reitkunst interessierte „Barockreiter" schwärmen für die eleganten Tiere.
Lipizzaner
Berühmtheit haben die Lipizzaner durch die spanische Hofreitschule in Wien erlangt. Am österreichischen Kaiserhof wurde die Zucht seit dem 17. Jahrhundert gezielt gefördert, obwohl die ursprüngliche Zucht in Slowenien schon 100 Jahre vorher begann. Weltweit gibt es nur etwa 6.000 Tiere, die nicht nur für die Hohe Schule, sondern auch als Fahr- und Freizeitpferd eingesetzt werden.
Die kompakten und athletischen Tiere gelten als besonders gelehrig, freundlich und ausgeglichen. Lipizzaner sind vor allem als dunkel geborene Schimmel bekannt, die zwischen 5 und 10 Jahren schneeweiß werden. Vereinzelt kommen aber auch Braune und Rappen vor.
Lusitano
Aufgrund ihres kompakten, muskulösen Exterieurs, eignen sich Lusitanos hervorragend für die klassisch-barocke Dressur. Sie gelten ebenfalls als iberische Pferderasse, da sie aus Portugal stammen und eine ähnliche Zuchtgeschichte wie die Andalusier aufweisen.
Mut, Zuverlässigkeit und Nervenstärke sind die herausragenden Eigenschaften dieser Pferde. Lernwillig und Intelligent, sind sie beliebter Partner für Lektionen der Hohen Schule und aufwendige Showbilder. Lusitanos werden zudem in ihrer Heimat für Stierkämpfe eingesetzt.
Mangalarga Marchadores
Sie sind in Brasilien zuhause und stammen von portugiesischen Altér-Pferden und einheimischen Stuten ab - die Mangalarga Marchadores. Sie sind besonders trittsicher, menschenbezogen und weich im Gang und beherrschen neben den Gangarten Schritt und Galopp die „Marcha", welche den Trab ersetzt. Marchadores begeistern aufgrund ihres Charakters als familienfreundliche Freizeitpferde bei Geländeritten, Rallyes, Trail, Wanderritten und als Therapiepferd ebenso wie als Sportpferde auf Distanzritten oder Turnieren. Im Schnitt sind sie ca.1,50 m groß und auch dadurch Pferde für die ganze Familie. In Brasilien sind zur Zeit 387000 Mangalarga Marchadores registriert, in Europa leben ca. 450 dieser schönen „Exoten". Seit sie 1987 zum ersten Mal auf der EQUITANA präsentiert wurden, reißt das Interesse an ihnen nicht mehr ab.
Marwaris
Marwaris sind die berühmten Pferde aus Indien mit den charakteristischen Sichelohren. Als Vorfahren dieser Pferde gelten orientalische Pferderassen wie Araber und Achal-Tekkiner. Sie sind wenig muskulös und wirken sehr sehnig, trotzdem zeichnen sich Marwaris durch große Härte und Ausdauer aus. Sie sind sehr trittsicher und erkranken selten an Beinen oder Hufen. Die eigene Gangart dieser Pferde nennt sich Revaal, ein spezieller Passgang.
Marwaris sind die ehemaligen Kriegspferde der Inder und zeichnen sich durch großen Mut und Treue aus. Durch sehr strenge Exportbestimmungen sind Marwaris außerhalb Indiens extrem selten.
Miniponys
Das Minipony oder auch Minishetlandpony unterscheidet sich vom Shetlandpony insbesondere durch die Größe. Während Shetlandponys bis zu 106 cm groß werden können, gelten als Miniponys alle bis maximal 87 cm Stockmaß.
Vor allem bei Kindern ist dieses elegante, kleine Pony beliebt, es wird aber auch als Fahrpferd und Showpony eingesetzt. Miniponys kommen in allen erdenklichen Fellfarben vor, haben sehr kurze Beine und wuscheliges Langhaar.
New Forest Pony
Ursprünglich lebten die New Forest Ponys in den Waldgebieten Südenglands. Durch den leichten Zugang zum Lebensraum der Ponys wurden viele Rassen eingekreuzt, teilweise auch unabsichtlich durch entlaufende Pferde. Daher nähert sich das Aussehen des New Forest Ponys eher Pferden als Ponys an.
In ganz Europa ist dieses ruhige und genügsame Pony ein beliebter und vielseitiger Partner für Sport und Freizeit. Es eignet sich sowohl als Fahrpony als kinderliebes Familienpferd, da es auch kleinere Erwachsene tragen kann.
Paint Horses
Die bunt gescheckten Paint Horses sind ursprünglich amerikanische Quarter Horses, die entsprechend ihrer Fellfarbe gezüchtet wurden. Seit den 60er Jahren ist es eine eigene Pferderasse. Vor allem Westernreiter finden in Paint Horses einen starken Partner für Rinderarbeit, Showauftritte und Freizeitreiten.
Sie werden bewusst nicht größer als 158 cm Stockmaß gezüchtet, um ihre Wendigkeit beizubehalten. Zudem haben Paint Horses ein freundliches Wesen, sind leichtrittig, nervenstark und haben den für Westernreiter wichtigen Cow Sense.
Paso Fino
Die typischen Eigenschaften, die wir heute am Paso Fino schätzen, sind Teil seines über 500 jährigen Bestehens. Obwohl der Paso Fino in Lateinamerika seit den Tagen der Konquistadoren gezüchtet wird, war diese Rasse in den USA praktisch bis in die 40er Jahre unseres Jahrhunderts gänzlich unbekannt.
Ganz gleich in welchen Prüfungen diese Pferde präsentiert werden, der Schwerpunkt liegt immer auf dem Tölt - das Markenzeichen des Paso Finos. Er demonstriert seine unglaubliche Bandbreite nicht nur im Showring oder auf dem Turnierplatz, sondern auch auf Wander-, Gelände- und Distanzritten, in verschiedenen Westerndisziplinen, bei Reiterspielen sowie als unübertroffenes Freizeitpferd.
Percherons
Percherons sind aus Frankreich stammende Kaltblüter, die bis zu 175 cm Stockmaß groß werden und durchschnittlich rund 900 kg wiegen. Hauptsächlich kommen sie als Schimmel vor, eher selten als Rappen. Durch die Einkreuzung von arabischem und berbischem Blut, wirken die freundlichen, nervenstarken Kaltblüter besonders edel. Sie können durchaus Dressurlektionen gehen und ein feuriges Temperament haben. Hauptsächlich werden Sie aber als Fahr- und Arbeitspferd für die Landwirtschaft eingesetzt. Durch ihre starken Muskeln und kräftigen Körperbau eignen sie sich vor allem als Zugpferd von schweren Lasten, wie z.B. Baumstämme im Wald.
Quarter Horses
Namensgebend für das Quarter Horse war die berühmte Eigenschaft dieser Pferde, eine Viertelmeile (Quarter Mile) schneller zu laufen als jede andere Pferderasse. Quarter Horses sind Abkömmlinge der entlaufenden spanischen Pferde auf dem amerikanischen Kontinent und wurden im 19. Jahrhundert von Farmern gezielt zu ihrem heutigen Aussehen und Charaktereigenschaften gezüchtet.
Durch seine Wendigkeit, sein intelligentes Wesen und sein nervenstarken Charakter sind sie die idealen Partner für alle Westernaufgaben. Obwohl Quarter Horses nicht sehr groß werden (maximal 160 cm Stockmaß), können sie größere Lasten über längere Strecken mühelos tragen. Das macht sie auch zu perfekten Freizeitpferden.
Rheinisches Kaltblut
Dieses harmonische Pferd findet man heute nur noch vereinzelt in der Land- und Forstwirtschaft oder auch zu Repräsentationszwecken der Brauereien. Viele Freizeitreiter schätzen diese Kaltblutpferde, aufgrund ihrer Ausgeglichenheit und Leistungsstärke, als Freizeitpferd oder vor dem Wagen.
Im Warendorfer Landgestüt werden diese eindrucksvollen Pferde als reine Erhaltungszucht gezüchtet, obwohl 1930 noch 50 % aller Pferde in Deutschland rheinische Kaltblüter waren.
Schwarzwälder Füchse
Diese Kaltblutrasse wurde ursprünglich für die harte Arbeit im Schwarzwälder Wald gezüchtet, da diese Pferde enorme Lasten auch durch unwegsames Gelände ziehen können. Ein kurzer markanter Kopf, ein kräftiger Hals und der kompakter Körperbau machen den Schwarzwälder auch heute noch zu einem wichtigen Partner bei der Waldarbeit.
Charakteristisch für den Schwarzwälder Fuchs ist die Fuchs- oder Dunkelfuchs Fellfarbe mit dichtem, hellem Langhaar. Es kommen aber auch vereinzelt andere Fellfarben vor. Gutmütig und zäh, eignen sich diese bis zu 160 cm Stockmaß großen Pferde auch als ideale Freizeit- und Fahrpferde.
Schweizer Freiberger
Der Freiberger ist die einzige Pferderasse, die ursprünglich aus der Schweiz kommt. Durch neuere Züchtung gleicht dieses vielseitige Pferd eher einem schweren Warmblüter als dem ursprünglichen leichten Kaltblut. Heute ist es ein beliebtes Familienpferd, das durch seine hohe Lernfähigkeit auch für Westernreiten geeignet ist.
Durch die hohe Trittsicherheit ist diese Rasse der bevorzugte Partner der Schweizer Armee, wo Freiberger häufig als Lasttiere der Alpenjäger dienen. Zudem werden Freiberger vermehrt als Fahrpferde eingesetzt.
Schweres Warmblut (Ostfriesen/Alt-Oldenburger)
Alt-Oldenburger sind Deutschlands schwerste Warmblutrasse. Sie gelten als besonders friedfertige Pferde mit nervenstarkem Charakter. In der Zucht wird auch Wert auf gute, raumgreifende Gänge gelegt, daher sind Alt-Oldenburger auch hervorragende Fahrpferde. Sie kommen fast ausschließlich in dunklen Fellfarben vor und werden um die 156 cm Stockmaß groß. Als zuverlässiges Freizeit- und Reitpferd hat sich der Alt-Oldenburger in den letzten Jahren einen Namen gemacht.
Shetland-Ponys
Die kleinen, intelligenten Shettys haben sich seit Mitte des Jahrhunderts zu einer der beliebtesten Ponyrassen entwickelt. Durch ihre Größe wurden sie im 19. Jahrhundert hauptsächlich als Bergbauponys gezüchtet, da sie durch ihre Größe von 90 - 106 cm Stockmaß gut geeignet waren für niedrige Stollen. Heute sind sie vor allem als Kinderponys und Fahrpferd bekannt. Im Verhältnis zu ihrer Größe sind sie die stärksten Pferde der Welt, da sie auch kleine Erwachsene mühelos tragen und das Vielfache ihres Eigengewichts ziehen können.
Da sie ursprünglich von den rauen Shetlandinseln im Norden Großbritanniens stammen, sind sie sehr robust und bekommen im Winter ein sehr dickes, wasserundurchlässiges Fell. Wegen des Fells und der dichten Mähne sehen sie sehr wuschelig aus, was sie bei Kindern sehr beliebt macht.
Shire Horses
Sie sind eine wahrlich imposante Erscheinung. Bis zu 1.200 kg können die mächtigen Shire Horses wiegen. Sieht man solche Pferde unter dem Sattel, kann man sich gut vorstellen, dass die Vorläufer dieser Rasse im Mittelalter als Gewichtsträger für die eisengerüsteten Ritter gezüchtet wurden. Shire Horses gelten als die größte Pferderasse der Welt, da vereinzelte Vertreter bis zu 2 Meter groß werden können.
Shires sind ausgesprochen gelehrig und lassen sich - entsprechendes Training vorausgesetzt - auch in der Dressur ausbilden: Bahnfiguren und Seitengänge der klassischen Reiterei ebenso wie Zirkuslektionen stellen keine Schwierigkeit für ein Shire Horse dar.
Tennessee Walking Horses
Der Tennessee Walker ist ein aus den U.S.A. stammendes Gangpferd. Das besondere ist die Gangart „Walk", ein Viertakt, der Galopptempo erreichen kann. Durch die frühere Einkreuzung von Vollblut- und anderen Reitpferden ist das Tennessee Walking Horse ausgesprochen bequem zu sitzen. Stolz trägt dieses Pferd Kopf und Schweif oben, was es zu einem beliebten Showpferd macht.
Gutmütig, intelligent und sensibel, ist der Tennessee Walker ein Freund fürs Leben. In seiner Heimat ist er eine der bekanntesten Pferderassen überhaupt. Dort gibt es auch vermehrt Wettkämpfe speziell für das Tennessee Walking Horse.
Traber
Der moderne deutsche Traber basiert auf drei Zuchten, das American Standardbred, schnell und für Sprintdistanzen gezüchtet, das Trotteur Francais, ausdauernd, harte Konstitution und im Ursprung den Russischen Traber. Es handelt sich hierbei um sehr intelligente, menschenbezogene Pferde, deren Lern-und Leistungsfähigkeit sehr ausgeprägt ist.
Der 16-fache Championbeschäler Diamond Way z.B. verdiente in seiner Laufbahn 729,220 €,seine Nachkommen gewannen bisher die Rekordsumme von mehr als 65 Millionen Euro in Trabrennen.
Im Renntrab, also im Einsatz als Sportpferd beim Rennen mit Sulky oder im Trabreiten, erreicht der Traber Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h. Dies erfordert eine überaus vertrauensvolle Heranführung als noch junges Pferd an dessen Aufgaben. Aber auch als Freizeitpferde sind Traber vielseitig einsetzbar, dies auch nach einer Rennkarriere. Ihr guter Charakter in Kombination mit fähiger Reiterhand eröffnet ihnen sogar Teilnahmen an Spring und Dressurveranstaltungen."
Tragtiere
Die Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall ist mit ihren Maultieren und Haflingern die einzige pferdehaltende Einheit der Bundeswehr. Sie besitzt die größte Maultierpopulation Deutschlands und die größte Hufbeschlagschmiede. Diese Kompanie hat den Auftrag, die Gebirgsjägerbataillone in schwerem Gelände, sowie bei schlechter Witterung oder bei taktischen Notwendigkeiten zu unterstützen, wenn andere Transportmittel nicht mehr einsetzbar sind.
Diese Einheit besitzt mit dem Tragtier das umweltfreundlichste Waffensystem der Bundeswehr. Neben diesen rein militärischen Aufträgen, die diese Kompanie zwischen Watzmann und Karwendel erfüllt, leistet sie auch Arbeiten auf wirtschaftlichem Gebiet mit Einsätzen für Staatsforste, Alpennationalpark, und Hüttenversorgung am Zwiesel.
Trakehner
Der Trakehner ist eine der edelsten deutschen Warmblutrassen und gilt als besonders reinrassig, da nur noch Vollblüter und Araber zur Veredelung eingekreuzt werden dürfen. Vor allem im Dressur- und Vielseitigkeitssport hat der Trakehner große Erfolge erzielt.
Legendär ist dieses Pferd im 2. Weltkrieg geworden, da es viele Flüchtlinge aus den Gefahrenzonen herausgezogen hat. Leider haben die großen Verluste zu dieser Zeit die Anzahl der Trakehner reduziert. Gezielte Zucht sorgte aber für eine rasche Erholung des Bestands. Durch ihren intelligenten, aber auch temperamentvollen Charakter gilt der Trakehner teilweise als recht eigenwilliges Turnierpferd, erfahrene Reiter schätzen ihn aber wegen seines enormen Mutes, seiner Treue und Ausdrucksstärke.
Welsh-Ponys
Welsh-Ponys sind weltweit eine sehr beliebte Ponyrasse. Es werden 4 verschiedene Typen des Welsh-Ponys unterschieden, die A, B, C, und D Sektion. Hauptsächlich unterscheiden sich die einzelnen Klassen in der Größe. A und B Welsh-Ponys sind meistens etwas feiner im Körberbau und schwungvoller in der Bewegung. Welsh-Ponys im C und D Typ sind ein bisschen stämmiger.
Allen Welsh-Ponys ist gemein, dass sie hervorragende Reit- und Fahrponys sind, die meistens eine sehr gute Anlage fürs Springen haben. Durch einen nervenstarken und gutmütigen Charakter eignen sie sich für Kinder und Anfänger gleichermaßen, aber auch anspruchsvolle Reiter werden in den Welsh-Ponys einen hervorragenden Partner finden. Es kommen alle Farben außer Schecken vor.






